Press review about the Data Week Leipzig @ Tagesspiegel

13.07.2022 // SCADS



12/07/2022, Eine Woche voller Daten – Tagesspiegel Background | Beate Ginzel
https://background.tagesspiegel.de/smart-city/eine-woche-voller-daten


Die erste Data Week in Leipzig ist am Freitag zu Ende gegangen. An fünf Tagen interessierten sich vor Ort im Leipziger Neuen Rathaus täglich zwischen 50 und 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtverwaltung sowie Studierende für das Konferenzprogramm und besuchten die Messestände der Aussteller in der Wandelhalle. Weitere Teilnehmende verfolgten die Formate online. Die Data Week Leipzig ist für uns ein wichtiger Meilenstein in der Kooperation von Universität Leipzig, der Hochschule für Wirtschaft, Kultur und Technik und der Stadtverwaltung Leipzig. Somit fand auch die allein durch die Community getriebene organisatorische und inhaltliche Vorbereitung der Data Week im Tandem aus Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Angewandte Informatik, dem Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence Dresden/Leipzig und dem Referat Digitale Stadt statt.

Warum wir eine ganze Woche zum Thema Daten organisieren


Mit der Data Week haben wir erstmals eine einwöchige Austausch- und Netzwerkplattform zu den Themen Daten und Künstliche Intelligenz (KI) organisiert. Durch verschiedene Veranstaltungsformate und Keynote-Präsentationen wurden dazu die kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Aspekte thematisiert und diskutiert. Die Data Week vereinte unter ihrem Dach einzelne Fachformate im Bereich Forschung und Transfer. Dazu zählen zum Beispiel der Leipziger „Semantic Web Tag“ , der Business Workshop „Big Data and Artificial Intelligence (AI)“ sowie der Workshop „Künstlich und Menschlich Intelligent“. Diese Veranstaltungen wurden von den benannten Wissenschafts- und Transferinstitutionen, der „Eccenca GmbH“, der „DBpedia Association“, dem „AKSW Netzwerk“ und dem „Kompetenzzentrum Künstlich Menschlich Intelligent“ (KMI) organisiert.

Der erste Tag der Data Week stand ganz im Zeichen der Begegnung und des Kennenlernens von Industrie- und Wissenschaftsvertreter:innen mit der Stadtverwaltung. Kolleginnen und Kollegen des Referates Digitale Stadt, der Geoinfrastruktur, des Kultur- und Verkehrsamtes und der Stadtwerke stellten ihre Anwendungsbeispiele für Daten in der Stadtentwicklung vor. Dabei ging es unter anderem um Daten für die Bürgerbeteiligung, Daten in Kunst und Kultur, Daten für die Lebensadern Mobilität und Energie in urbanen Räumen und die Vermittlung von Datenkompetenz in Städten der nächsten Generation(en), um beispielsweise urbane digitale Zwillinge einsetzen zu können.

Daten müssen richtig interpretiert werden


Aus dem Keynote-Vortrag des Beraters Stefan Holtel am ersten Tag sind den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonders die prägnanten Beispiele im Gedächtnis geblieben, wo auf Basis kognitiver Verzerrungen durch falsch interpretierte Daten fatale Entscheidungen getroffen wurden. Die Beispiele zeigten deutlich, dass der Nutzen von Daten nicht immer mit deren Verfügbarkeit und Menge steigen muss, wenn man nicht gleichzeitig Räume für Selbst- und Fremdkritik in der Entscheidungsfindung durch Daten fördert.

Zudem spielen Daten in verschiedenen Phasen der Lösungsfindung eine Rolle. Holten erläuterte dies am Beispiel des Design-Thinking-Doppeldiamanten. Hier wird die Problembetrachtung in die Mitte zwischen „Es richtig beobachten“ und „Es richtig lösen“ gestellt. In beiden Sphären könnten Daten helfen. Holtel hob besonders die Bedeutung des ersten Diamanten hervor. Bleibt man geduldig, steckt ausreichend Zeit in diese Phase und nimmt passende Daten zum Beweis der Vermutungen zur Hilfe, findet man schnell geeignete Lösungswege. Aber auch die richtige Lösung brauche eine Lobby, um in der Realität umgesetzt zu werden. Daten können dabei helfen, den Fußabdruck – gemeint ist die Unterstützercommunity – zu vergrößern.

Wenn Halbwissen zu Wissen wird


Schneeflocken und der „Linkmaster 3000“ waren die Highlights beim Business Workshop „Big Data and AI“ Snowflake aus Kalifornien entwickelt Produkte für eine nahtlose Zusammenarbeit auf Datenmarktplätzen. Die US-Amerikaner nutzten wie zahlreiche andere Firmen die Data Week als Chance, dem jungen IT-Nachwuchs die vielfältigen Jobmöglichkeiten im Datenumfeld zu zeigen. Linkmaster 3000 ist ein origineller Name für das anspruchsvolle Vorhaben am Institut für Angewandte Informatik der Universität Leipzig, den Übergang vom dokumentenbasierten Internets zum Internet der verknüpften Daten voranzubringen, das heißt unterschiedliche Wissensquellen zu vernetzen und Datensparsamkeit zu fördern.

Mit der Data Week Leipzig wurde im besten Fall eine Kommunikations- und Wissensplattform geschaffen, über die Vernetzung, gegenseitiges Inspirieren, Wandlung von Halbwissen zu Wissen realisiert und Kompetenzen zu Daten und Technologien erweitert werden sollen. Gleichzeitig werden anhand konkreter Projekte zu Datennutzung, -visualisierung und -speicherung aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtverwaltung Kooperationsmöglichkeiten erkannt und Perspektiven der verschiedenen Akteure aufgezeigt. Dies trägt zum Verstehen des gesamten Ökosystems sowie zum Erkennen der wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale hier am Standort Leipzig bei.

Vielen Dank an meine Mitautor:innen bei dieser Kolumne Marlen Ristola und Mirko Mühlpfort
vom Referat Digitale Stadt Leipzig.

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